Above the Fold bezeichnet den Bereich einer Webseite, den Besucher sofort sehen – ohne zu scrollen. Der Begriff stammt aus der Zeitungswelt (der obere Teil über dem Falz) und meint im Web den ersten Eindruck, der über Bleiben oder Abspringen entscheidet.
Warum Above the Fold für deine Sichtbarkeit zählt
Die meisten Besucher entscheiden in wenigen Sekunden, ob eine Seite relevant ist. Was zuerst sichtbar ist, prägt diese Entscheidung – und damit deine Absprungrate. Google bewertet zwar nicht „den Fold” direkt, aber die Signale, die daran hängen: Verweildauer, Interaktion und die Ladegeschwindigkeit dieses Bereichs (der Largest Contentful Paint misst genau hier). Ein starker oberer Bereich verbessert also indirekt dein Ranking und direkt deine Conversion.
Was in den Above-the-Fold-Bereich gehört
- Eine klare Hauptaussage (Was bietest du? Für wen?) als Überschrift
- Ein eindeutiger Call-to-Action (z. B. „Angebot anfordern”)
- Ein aussagekräftiges Hero Image oder Vertrauenssignal (Bewertungen, Auszeichnungen)
- Keine störenden Pop-ups, die den Inhalt verdecken
Konkrete Maßnahmen für KMU
- 5-Sekunden-Test: Zeig die Seite jemandem 5 Sekunden – kann die Person sagen, was du anbietest? Wenn nicht, ist der obere Bereich zu unklar.
- Nutzen vor Schmuck: Statt nur eines schönen Bildes deinen konkreten Vorteil benennen.
- CTA sichtbar platzieren: Die wichtigste Handlung gehört nach oben, nicht nur ans Seitenende.
- Mobil zuerst denken: Auf dem Smartphone ist der sichtbare Bereich klein – teste, was dort wirklich zu sehen ist (Mobile-First).
Häufige Fehler
- Riesiger Slider ohne Aussage: sieht gut aus, sagt aber nichts.
- Wichtige Infos „verstecken”: Preis, Nutzen oder CTA erst weit unten.
- Langsamer Aufbau: Wenn der obere Bereich erst nach Sekunden lädt, ist der erste Eindruck schon verloren.
Häufige Fragen
Müssen alle Inhalte above the fold passen? Nein. Scrollen ist heute selbstverständlich. Wichtig ist nur, dass der erste sichtbare Bereich Orientierung gibt und zum Weiterlesen motiviert.
Beeinflusst Above the Fold das Google-Ranking? Indirekt – über Ladezeit, Verweildauer und Interaktionssignale, die Google auswertet.
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